ERFOLG IN EUROPAMASS

Das Entwurfsteam unter der Leitung von: Agnieszka Chudziak, Katarzyna Skowron, Karolina Wołoszyn-Cymbalista erarbeitete ein Projekt mit dem Titel: Renowacja i adaptacja na cele kulturalne zabytkowego budynku suszarni oraz zabezpieczenie przeciwpożarowe kompleksu Muzeum Papiernictwa w Dusznikach-Zdroju wraz z konserwacją i digitalizacją zbiorów [DE: Renovierung und Adaptation des historischen Trocknergebäudes für kulturelle Zwecke und die Absicherung des Komplexes des Papiermuseums in Bad Reinerz durch Brandschutz samt der Konservierung und Digitalisierung von Sammlungen].

 Im Jahre 2014 hat dieses Projekt - als eins der wenigen des Landes - eine Unterstützung im Rahmen des Finanziellen Mechanismus des Europäischen Wirtschaftsraumes und des Norwegischen Finanzmechanismus für die Jahre 1009-14 (des Programms Konservierung und Revitalisierung des Kulturerbes) erhalten. Der Betrag der Beihilfe zählt 6.682.490 zł, dagegen beträgt der ganze Wert der Aufgabe 9.562.660 zł. Der eigene Beitrag ist durch die Seblstverwaltung der Woiwodschaft Niederschlesien gesichert worden.

Der erworbene Betrag wird für Folgendes genutzt werden:

 

-     die Montage eines modernen Löschsystems eines Gebäudes mit Anwendung eines Wassernebels;

-     Adaptation von bisher nicht genutzten Trocknerräumen;

Das Museum gewinnt dergleichen einen neuen Ausstellungsraum, die neuen Innenräume werden den Vorbereitungen zweier Ausstellungen dienen, welche der Papierkunst und der Geschichte von Geldscheinen gewidmet sein wird; moderne Einrichtungen zur Erforschung der Echtheit des aus Papier bestehenden Geldes, Veranstaltungen unter dem ermutigend lautenden Titel „Czy ta stówa jest prawdziwa?” [DE: "Ist der Hunderter echt?"], auch für Blinde und Taube, Werkstätte zu der Entstehung von Wasserzeichen wie auch speziell vorbereitete Papierreliefe sind nur einige der Überraschungen, welche auf unsere Gäste warten (mehr davon auf der Konferenz); in dem ehemaligen Trockner-Gebäude wird auch ein neuer Werkstatt-Saal entstehen, der es uns erlauben wird eine noch größere Anzahl an Gästen, die an der mittelalterlichen Technik des Entstehens von Papier interessiert sind, zu empfangen;

-     die Konservierung der musealen Sammlung samt ihrer Digitalisierung und der Zurverfügungstellung von den Sammlungen in der öffentlichen Domäne.

 

Mehr zu dem Thema auf http://www.eog.gov.pl/english/Strony/main.aspx


ZUSAMMENFASSUNG DES PAPIERFESTES 2014

Die Idee zur Organisierung eines Papierfestes entstand an der Schwelle des 21. Jhs., und an der ersten Edition 2001 nahmen lediglich einige hundert Personen teil. Die weiteren Jahre über brachten neue Attraktionen ein, und die Anzahl der Teilnehmer des Events wuchs ständig an. Am 14. Świecie nahmen schon nahezu 10 Tausend Touristen teil, die sich die historische Papiermühle sowie die in ihr präsentierten Ausstellungen anschauten, und die zahlreichen  durch Arbeiter des Papiermuseums samt dem Eventkoordinator - Agata Daniel vorbereiteten Attraktionen nutzten .

Es warteten auf die Gäste Werkstätte, welche die einstigen Herstellungstechniken und die Techniken des Schmückens von Papier präsentierten sowie zahlreiche Stände mit Künstlern und Handwerkern, die aus Papier wahrhaftige Kunstwerke erstellten.

Eine enorme Attraktion des Events waren die Wettbewerbe. Der erste von ihnen, um den Preis des Vorsitzenden von Mondi Świecie S.A. (der größte polnische Papierhersteller), war an die Familien adressiert und forderte eine gute Leistungsfähigkeit, und sogar Kraft. Die Kinder warfen mit einer Papierrolle auf das Ziel und die Eltern hebten die Papierstange und warfen auf Entfernung mit einer Kugel aus Zeitung. In dem zweiten Wettbewerb messten sich - um den Preis des Direktors des Papiermuseums - Personen, die über ein großes Wissen über die Papiermühle, Reinerz und die Glatz-Erde verfügten. Die Schöpfer von Erinnerungsstücken konkurrierten um den Preis des Marschalls der Woiwodschaft Niederschlesiens - hier bewertete man die Originalität der Erinnerungsstücke und ihren Zusammenhang mit Niederschlesien. Darüber hinaus lernten die Kinder die Winckel und Ecken der Papierfabrik in dem Wettbewerb mit dem Titel "Auf der Suche nach Papier" kennen.

Ein künstlerischer Ereignis des Events war die Ausstellung Poszukiwania – rozmowy z liśćmi [DE: Suche - Gespräche mit den Blättern] der Autorin Joanna Stokowska. Die Künstlerin erschafft ihre Arbeiten aus speziell präparierten Blättern, die nach dem Zusammenkleben und Trocknen wunderschöne Bilder bilden.

Samstag Abends fand auf dem musealen Hof  ein Konzert der Musikgruppe Dom o zielonych progach statt, die zahlreichen Liebhaber der gesungenen Poesie und von Wanderliedern zufrieden stellte.

Wir laden nächstes Jahr wieder ein!


DAS IST BEREITS DAS 13. PAPIERFESTIVAL!

Am 27. und 28. Juli fand bereits das 13. Papierfestival infolge statt. Die Veranstaltung hat sich zu einem der wichtigsten Sommerereignisse im Glatzer Land entwickelt, die von vielen Touristen erwartet wird. Das Ziel des Festivals ist seit Jahren die Förderung des Wissens über Papier, dessen Geschichte und die Bedeutung in der modernen Welt (ein Tag ohne Papier ist schier unvorstellbar). Während der Veranstaltung wurde auch die Reinerzer Papiermühle beworben, die zu den größten touristischen Attraktionen gehört.

 

Das 13. Papierfestival stand unter japanischem Zeichen, deshalb wurde ihm der Titel „Japanische 13" verliehen. Am Samstag hat der Künstler Yasu Suzuka den Workshop „Reinkarnation des Hemdes - Nirvanas Hemd“ vorgestellt, wir haben seine Ausstellung „Mandala des Windes“ eröffnet und das Konzert der Absolventin der Japanistik - Katarzyna Karpowicz - auf japanischem Instrument KOTO genießen dürfen. Man konnte eine KOKESHI Puppe basteln und einen Papierbogen im SHIBORI-Verfahren färben.

 

Das Papierfestival wurde von einer enormen Hitze begleitet, die die Besucher, Künstler, Aussteller und Mitarbeiter des Museums sehr belastete. Die gegenseitige Freundlichkeit und das große Interesse an den angebotenen Attraktionen waren jedoch bei der Überwindung der Unannehmlichkeiten sehr hilfreich. Neben den Workshops, die von den Künstlern und dem Museum organisiert wurden, warteten auf die Besucher 60 Handwerker, die Souvenirs aus der Region angeboten haben.

 

Eine große Nachmittagsattraktion, sowohl am Samstag als auch am Sonntag, waren die KOTO-Konzerte. Der Sound dieses originellen, japanischen Instrumentes mit drei Saiten konnten wir dank Katarzyna Karpowicz - Absolventin der Japanistik kennenlernen, die von der Kultur des Landes der aufgehenden Sonne fasziniert ist. In Polen gibt es mehrere KOTO-Instrumente, regelmäßige Konzerte werden jedoch nur von Katarzyna gegebene, die sich für die Popularisierung der japanischen Musik einsetzt. Währen des Papierfestivals konnte man sieben Musikstücke bewundern, die an die japanische Kultur anknüpfen.

 

Die Veranstaltung konnte auf diesem Niveau abgehalten werden durch die finanzielle Unterstützung von der Woiwodschaft Niederschlesien, dem Kreis Glatz und der Gemeinde Bad Reinerz. Der Sponsor dieser Veranstaltung war die Firma Mondi Świecie S.A.

 

Das Papierfestival wird allmählich zu einem großen Medienereignis. Zur Veranstaltung luden die landesweiten, regionalen und lokalen Medien ein, Radio Wrocław und der beliebteste Nachrichtensender TVP INFO haben live berichtet. Das Wichtigste jedoch ist, dass die Veranstaltung von den Touristen begrüßt wurde - am 13. Papierfestival nahmen fast 8.000 Menschen teil, die bei dieser Gelegenheit das Papiermuseum besucht hatten.

 

Maciej Szymczyk

Direktor des Papiermuseums

12. PAPIERFESTIVAL VOM 28. BIS 29. JULI 2012

Das Papierfestival ist eine der größten Veranstaltungen, die von dem Papiermuseum in Bad Reinerz seit 2001 organisiert werden. Die Veranstaltung findet am letzten Wochenende im Juli im Hof des Museums zwischen 10.00 und 18.00 Uhr statt. Das Festival gewinnt von Jahr zu Jahr an Bedeutung. Wir beobachten auch ein immer größeres Interesse an der Veranstaltung.

Das zweitägige Fest dient der Förderung des Wissens über Papier, dessen Geschichte, der Bedeutung in der Entwicklung der Zivilisation und seiner Rolle in der modernen Welt. Dies ist auch Werbung für die Reinerzer Papiermühle, die zu den wertvollsten technischen Denkmälern und den größten touristischen Attraktionen in Polen gehört (im Jahre 2011 wurde die Papiermühle kraft des Beschlusses des polnischen Präsidenten zum historischen Denkmal erklärt). Die erste Erwähnung über die Reinerzer Papiermühle stammt aus dem Jahre 1562 und im Zusammenhang mit dem 450-jährigen Jubiläum dieses Ereignisses werden wir die Geschichte der Papiermühle intensiv bewerben.

Die Idee hinter dem Festival ist es, die Besucher aktiv an den vorbereiteten Werkstätten teilzulassen und die Ergebnisse ihrer eigenen Arbeit als Andenken an den Besuch im Papiermuseum mitzunehmen. Die Gäste können ein Blatt Büttenpapier selbst herstellen, dessen Merkmale und Eigenschaften untersuchen (mithilfe einer historischen Laborausrüstung), die Drucktechniken (Typografie, konkaver und konvexer Druck) sowie historische Methoden zum Dekorieren der Papierbögen (Marmorieren, Shibori, Batik) kennenlernen. Eine zusätzliche Attraktion sind die Ausstellungen von Papierkünstlern und Verkaufsstände regionaler Handwerker mit regionalen Souvenirs.

JAPANISCHE KÜNSTLER AUF DEM 13. PAPIERFESTIVAL IN BAD REINERZ MANDALA DES WINDES UND DIE REINKARNATION EINES HEMDES.

Das Papierfestival im Jahre 2013 stand ganz eindeutig unter japanischem Einfluss. Vor allem durch Yasu Suzuka, dem japanischen Fotografen und Professor an der Kyoto University of Art and Design. Die Ausstellung seiner Arbeiten wurde am Samstag, den 27. Juli eröffnet. Der Inspirator und Ausstellungsleiter war Prof. Jerzy Olek, Künstler und Kunsttheoretiker, der sich mit Fotografie und Multimediakunst beschäftigt.

 

Yasu Suzuka betonte, dass die Quelle seiner Inspiration die östliche Philosophie und die Spiritualität sind. „Die Themen meiner Fotografien sind der Zyklus, die Reinkarnation, Symbiose und der Frieden. Das Leben, das aus dem Meer entsteht, wächst dank der Sonne und existiert in einer symbiotischen Beziehung mit anderen Wesen und kehrt am Ende zu Mutter Natur zurück. In meiner Kunst möchte ich die Essenz dieses Zyklus zum Ausdruck bringen und nicht das Sichtbare, sondern das Unsichtbare, berühren“ - schreibt der Fotograf im Ausstellungskatalog.

 

Für die Aufnahmen für die Serie „Mandala des Windes“ baute der Autor selbst eine großformatige Lochkamera. Er griff auf die bereits in der Antike bekannte Camera-Obscura-Technik zurück, hat jedoch für die kegelförmige Öffnung in der Frontplatte aus Aluminium (eine normale Kamera hat an dieser Stelle ein Objektiv) einen computergesteuerten Bohrer verwendet. Bilder, die unter Verwendung dieser Technik gemacht werden, zeichnen sich durch weiche, sanfte Kontraste und blasse Pastellfarben aus. Und genau so sehen die Aufnahmen von Yasu Suzuki aus. Der Effekt wird durch die Verwendung von handgeschöpftem Papier verstärkt, das nach alter japanischer Washi-Technik hergestellt wurde, die vom Künstler selbst, in Zusammenarbeit mit dem Werk, ausgearbeitet wurde.

 

Neben beeindruckenden Fotogrammen werden von Yasu Suzuka auch eine Reihe von „Porträts“ präsentiert, die auf Hemden erstellt wurden und den Titel „Reinkarnation des Hemdes - Nirvanas Hemd“ tragen. Unter den Werken findet man u. a. Hemden von  Jan Miodek und Wojciech Malajkat.

 

Bevor die Ära der billigen Massenproduktion begann, war der Stoff etwas Kostbares.  Die Kleidung trug man jahrelang, die Kleidungsstücke wurden mehrmals geändert, um diese länger tragen zu können. Heute kauft man ganz einfach neue Kleidung. Alte Kleidungsstücke werden entsorgt. Yasu Suzuka beschloss, den Hemden ein neues Leben einzuhauchen, den Hemden einen Wert durch die Umwandlung in einen Kunstgegenstand zu verleihen, ihre Schönheit hervorzuheben. Unberührt bleiben der Kragen und die Knopfleiste, der Rest wird wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt, also zu reiner Baumwolle oder Seide.  Hierfür werden alte japanische Techniken verwendet, die bei der Produktion von Waishi-Papier (japanisches handgeschöpftes Papier) zum Einsatz kommen. Anschließend wird der Stoff entsprechend geformt.

 

Der Künstler hat bereist vor der Eröffnung seine Werkstatt präsentiert. Vor einem Publikum machte er ein „Porträt“ aus einem Hemd, das Korneliusz Pacuda gehörte, einem bekannten Journalisten und Musikkritiker. Vor der Arbeit hat der Japaner ein buddhistisches Gebet gesprochen, das seinem Werk die richtige spirituelle Dimension verleihen soll.

 

Die Werke von Yasu Suzuki können im Papiermuseum bis Ende Ausgust 2013 bewundert werden.

DIE RENOVIERUNG DES DACHES IST ABGESCHLOSSEN

Am 16.12.2010 fand die denkmalpflegerische Abnahme des seit dem September renovierten Daches des zum Gebäudekomplex des Papiermuseums gehörenden Papiertrockengebäudes aus dem 18. Jahrhunderts statt (Titel des Projektes: "Bad Reinerz, Komplex des Papiermuseums: Renovierung und Restaurierung der Dachkonstruktion und Erneuerung der Dachschindeln des Trockengebäudes, 2. Etappe"). Die Arbeiten in einem Wert von über einer halben Million Zloty wurden aus Zuwendungen des Ministeriums für Kultur und das Nationalerbe, der Woiwodschaft Niederschlesien und aus Eigenmitteln des Papiermuseums finanziert. Das Renovierungsprojekt erstellte das Büro für Projekte und Expertisen CCI GmbH in Langewiese bei Breslau, ihr Autor ist Dr. Ing. Lech J. Engel. Die Renovierung führte die Breslauer Firma Castellum aus, die sich auf die Renovierung von Denkmalsobjekten spezialisiert hat. Die Bauaufsicht lag bei Mgr. Ing. Maksymilian Gutfreund, seitens des Museums beaufsichtigte die Vizedirektorin Mgr. Joanna Seredyńska die Abwicklung des Vorhabens.

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PAPIERMÜHLE IN BAD REINERZ WURDE ZUM GESCHICHTSDENKMAL.

Am 2. Februar 2012 wurde der Reinerzer Papiermühle kraft der Verordnung des Präsidenten der Republik Polen im Präsidentenpalast in Warschau der Status des Geschichtsdenkmals zuerkannt. Das Dokument wurde vom Präsidenten Bronisław Komorowski an Rafał Jurkowlaniec, dem Marschall von Niederschlesien (das Museum ist eine kulturelle Einrichtung des Marschallamtes) und dem Direktor des Papiermuseums - Maciej Szymczyk übergeben. An der Zeremonie nahm eine große Anzahl an Menschen teil, die mit Museum verbunden sind, u. a. Radosław Mołoń - stellvertretender Marschall, Jacek Gawroński - Direktor der Abteilung für Kultur am Marschallamt, Andrzej Rymarczyk -Bürgermeister von Bad-Reinerz, Michał Jarczyński - Vorsitzender des Verbandes Polnischer Papierhersteller und Chef des börsennotierten Unternehmens Arctic Paper S.A., Zbigniew Fornalski - Generaldirektor des Verbandes der Polnischer Papierhersteller, Marek Krzykowski - Vorsitzender der Firma International Paper Kwidzyn S.A., Piotr Pankanin - stellvertretender Vorsitzender des polnischen Wertpapierherstellers Polska Wytwórnia Papierów Wartościowych S.A., Andrzej Kubik - Denkmalpfleger, Barbara Obelinda-Nowak - Leiterin der Breslauer Niederlassung des Amtes für Denkmalschutz, Bożena Schweizer-Makowska - ehemalige Direktorin des Museums und Joanna Seredyńska - die Stellvertretende des Direktors.

Nach polnischem Recht ist ein Geschichtsdenkmal die höchste Form des Schutzes von Denkmälern von einer besonderen Bedeutung für die nationale Kultur. Die Bedeutung dieser Auszeichnung wird zusätzlich durch die Tatsache hervorgehoben, dass der Titel nach einem sorgfältigen Verfahren in einer Verordnung durch den Präsidenten der Republik Polen verliehen wird. Aus diesem Grund trägt die Liste der Geschichtsdenkmäler den Namen „Liste der Präsidenten“. Auf der Liste befinden sich derzeit 48 Einrichtungen, einschließlich Jasna Góra, zu Deutsch: Heller Berg in Tschenstochau (Częstochowa), Ordensburg Marienburg (Malbork), historische Stadtteile in Kazimierz Dolny, Krakau (Kraków), Lublin, Posen (Poznan), Thorn (Torun), Warschau (Warszawa), Breslau (Wrocław) und Zamosch (Zamośc), Schlachtfelder bei Grunwald, Rasselwitz (Racławice) und Westerplatte. In Niederschlesien wurden bisher 7 Einrichtungen mit dem Titel des Geschichtsdenkmals geehrt, u. a. Jahrhunderthalle in Breslau (Wrocław), Breslauer Altstadt, Basilika in Grüssau (Krzeszów), Festung in Silberberg (Srebrna Góra).

Das Verfahren für die Aufnahme der Reinerzer Papiermühle in die Liste der Geschichtsdenkmäler hat der Direktor des Museums ins Rollen gebracht. Der Beschluss über die Zuerkennung dieses Status der Papiermühle wurde unter anderem deshalb erlassen, weil es die einzige Papiermühle in Polen ist, und eine der wenigen in der Welt, die in einem solchen perfekten Zustand erhalten blieb. Hier wurden auch die in industriellen Anlagen extrem seltenen Polychromien und die sehr umfassende Bildungsmaßnahmen des Museums als Fortsetzung der ursprünglichen Funktionen der Papiermühle anerkannt.

 

Dr. habil. Maciej Szymczyk

Direktor des Papiermuseums

GENERALKONSUL DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND ZU BESUCH IM PAPIERMUSEUM

Am 8. März kamen Dr. Gottfried Zeitz, der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Breslau und Rainer Sachs, der Kulturreferent des deutschen Generalkonsulats zu Besuch ins Papiermuseum. Bei einem Treffen mit Maciej Szymczyk, dem Direktor des Museums, wurde die bisherige, sehr erfolgreiche Zusammenarbeit der Reinerzer Einrichtung mit dem Konsulat besprochen. Die Mitarbeiter der deutschen Institution nehmen seit vielen Jahren an den Forschungsprojekten des Reinerzer Museums teil. Der Generalkonsul übernahm mehrmals die Schirmherrschaft über die Ausstellungen des Papiermuseums. Man stellte ebenfalls fest, dass die historische Papiermühle eine bedeutende Rolle bei dem Ausbau der deutsch-polnischen Beziehungen spielen kann. Nach der Besichtigung der musealen Exponate nahmen sich die Gäste der Kunst des Papierschöpfens an. Dies war auch für die Diplomaten ein interessantes Erlebnis und ein Beweis dafür, dass Papier bei internationalen Kontakten bis heute eine wichtige Rolle spielt.